Hallo miteinander, wir stehen inmitten einer surrealen Welt. Feiner, orangefarbener Sand erstreckt sich bis zum Horizont. Der Nationalpark Los Medanos de Coro im Bundesstaat Falcon ist ein Naturwunder. Die riesigen Sanddünen die durch den stetigen Passatwind ständig ihre Form verändern, sind ein dynamisches Kunstwerk der Natur. Wir spüren die Hitze der Sonne und den feinen Sand unter unseren Füßen. Mit bis zu 40 Metern Höhe sind die Dünen imposanter als gedacht. Am frühen Abend ziehen wir nochmals los weiter in die Dünenlandschaft hinein und beobachten, wie Jogger ihre Spuren hinterlassen und der Wind die Spuren verweht und seine eigenen Kunstwerge gestaltet. Die Sonne steht tiefer und die Dünen werden in ein magisches Gelb- Orange getaucht.





Eine besondere Altstadt
UNESCO Weltkulturerbe nimmt Coro 1993 in die Liste auf. Die Stadt wurde allerdingt viel früher gegründet, nämlich 1527 vom Spanier Juan de Ampies. Der Name bedeutet „Wind“ in der Sprache des indigenen Volkes Arawak. Wir laufen von den Dünen 5km in die Altstadt und erfreuen uns an den herrlich gefärbten Häuser und vielen Wandgemälden. Es macht die Stadt freundlich und bunt. Auch Kirchen gibt es schlicht und farbig und wir bekommen die Gelegenheit in ein Familienhaus das 1763 gebaut wurde eine Führung von einer sehr freundlichen Venezolanerin. Es ist ein Museum, jedoch haben wir es zufällig und ohne Hinweisschild entdeckt. An diesem Haus können wir sogar die Lehm- und Strohbauweise erkennen. Dafür ist Coro auch bekannt, denn die Häuser in der Altstadt sind alle so gebaut. Der Erhalt der historischen Altstadt ist leider gefährdet, denn die Lehmbauweise ist nach der langen Zeit anfällig geworden, zudem werden sie auch nicht ausreichend geschützt und saniert.
Uns hat die Stadt gefallen und wir hoffen, dass sie ihr historisches Juwel schützen werden.












Nun geht es Richtung Norden von Venezuela, an den Leuchtturm Capo San Roman. Dabei fahren wir zuerst durch die Dünenlandschaft mitten hindurch. Wanderdünen verengen schon die Fahrbahn und wir sind beeindruckt über die Dimension dieser Wüste. Schließlich passieren wir die leuchtenden Salzsalinen. Rosa, lila, blau und weiß zieht sich das Farbenspektrum unserem Weg entlang und immer wieder befinden sich große weiße Salzberge dazwischen. Es wird gerade abgebaut.





Am nordwestlichsten Punkt Venezuelas
Am nordwestlichsten Punkt angekommen. Hier steht der Faro Capo San Roman, der Leuchtturm wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut um den Schiffsverkehr zu sichern. Es ist sehr windig und wir stellen uns geschützt hinter den Turm in seinen Windschatten. Leider kommt man nicht ganz auf die Turmspitze, nur bis zum zweiten Balkon. Wir machen noch eine kleine Wanderung auf die andere Seite zum Meer und finden schöne Anwesen, die völlig verlassen sind. Ein wirklich ruhiger Platz bis morgens um 5.30 Uhr, als die ersten Touristenbusse ankommen. Zeit um weiterzureisen.





Fahrt durch den Frühling
Auf der Fahrt nach Merida ist allerhand los. Erst haben wir das Gefühl in den Frühling zu fahren. Überall blüht der indische Goldregen, der zu den Trompetenbäumen zählt. Herrlich dieses leuchtende Gelb überall. Dann wechselt es sich ab zu einer wilden Kakteenlandschaft. Plötzlich stehen wir in einem Stau. Eine Brücke ist eingebrochen und der Weg führt durch den Fluss. Doch ein Tanklastzug ist mittendrin steckengeblieben. Die Bergungsaktion müssen wir abwarten und insgesamt dauert es 3 ½ Stunden, denn ein anderer LKW hatte keine Chance ihn zu bergen. Der Bagger hat es dann geschafft, doch erst hat er eine Berge-Kette eingebüßt. Wir können endlich weiter.





Das Tor zum Himmel: Die Mukumbari-Seilbahn
Wir haben Glück, die Mukumbari Seilbahn macht demnächst nach einer langen Pause wieder auf und wir sind bei der allerersten Fahrt dabei. Es ist für uns ein absolutes Highlight mit der höchsten und längsten Seilbahn der Welt auf über 4.765 Meter in 50 Minuten in die Höhe zu fahren. Unsere Tickets sind zwar deutlich teurer, dafür dürfen wir als allererste Gäste die Kabine betreten und in der ersten Reihe sitzen. Ein weiterer Vorteil ist ein Cocktail (oder Kaffee) auf der zweiten Station. Wir landen auf dem Pico Espejo bei einem Traumwetter. Wir erfreuen uns über einen unvergesslichen Ausblick auf den höchsten Berg Venezuelas, den Pico Bolivar. Er erhebt sich majestätisch mit seinen 4978 Metern direkt vor uns. Damit ist er höher als der höchste europäische Berg in den Alpen, der Mont Blanc in Frankreich mit 4806 Metern. Und Maria bewacht den Rundumblick auf die Anden. Wir genießen pur!!! Nach 40 Minuten machen sich einige Symptome der Höhe bemerkbar und wir fahren wieder eine Station hinunter. Wir fragen, ob wir auf den Wegen hinabwandern dürfen, aber es wird verneint. Dann halt eben nicht, dafür kosten wir Vesper und den Cocktail genüsslich in der Sonne auf verschiedenen Stationen bei der Abfahrt. Was für ein herrlicher Tag. Unvergesslich!!!






Eine Universitäts-Stadt mit Anden-Charme
Merida ist eine einzigartige Kombination aus kolonialem Charme, dem Flair und der Lockerheit einer Universitätsstadt und ist in die Bergwelt der Anden eingebettet. Wir flanieren ins Zentrum, besuchen die Kathedrale von Merida, den Plaza Bolivar, genannt nach dem Befreier Simon Bolivar, der die spanischen Kolonien Südamerikas in die Unabhängigkeit geführt hat. Viele Parkanlagen laden zum Verweilen ein und Cafes sowie Restaurants sind reichlich vertreten. Auch die schöne rotweiße Kirche nach Erzengel Michael benannt, zieht durch seine Farbe und Bauweise unseren näheren Blick auf sich. Wir gönnen uns ein Essen, ein Eis und lassen es uns gut gehen, obwohl wir Großstädte eher meiden.







Heißer Zauber in der kühlen Sierra Nevada Venezuelas
Wir machen uns auf in die Sierra Nevada und möchten uns in der Kühle der Anden aufwärmen. Wie passt das zusammen? Ganz einfach, wir wandern 2,5 km mit 1300 Höhenmetern zu den Thermalquellen La Musui nahe Mucuchies liegt auf über 3000 Metern Höhe. Hört sich nach wenig an, ist aber mit der dünnen Luft doch auch anstrengend. Heiße, mineralhaltige Quellen entspringen direkt aus dem Fels und füllen drei aus Naturstein gemauerte Becken. Wir sind fast alleine und wählen das oberste Becken mit direkter Wasserzufuhr aus dem Fels. Hier wärmen wir uns auf, in dieser einzigartigen Natur inmitten der Andenkulisse und können es kaum fassen, so etwas Besonderes zu erleben.






Ein eisiges Juwel an einem magischen Ort
Und das Besondere hört nicht auf. Wir fahren zur Lagune Mucubaji auf 3630 Metern Höhe. Wie ein stahlblauer Juwel sticht die Lagune aus der Landschaft. Wir können mit Nestor einem Motorradreisenden Venezolaner die Übernachtung hier vor Ort organisieren. Er ist super freundlich und hilfsbereit. Dann begeben wir uns im Herzen des Paramo- Hochlands auf die Wanderschaft zur Lagune Negra. Es geht, wie es in den Bergen eben ist, auf und ab, diesmal über 600 Höhenmeter. Wir nehmen uns Zeit.
Was diese Gegend so einzigartig macht, ist die Vegetation. Die Landschaft ist übersät mit Espeletien oder Frailejones oder Schopfbäume oder Anden- Sonnenblume wegen der gelben Blüten. Viele Namen für eine Pflanzenart. Es sind samtige, silbergrüne Pflanzen, die wie kleine aufrechtstehende Wächter aussehen und nur in dieser Höhenlage gedeihen. Die Umgebung ist übersät und verleiht der Landschaft einen besonderen Charme.
Wir sind an der Lagune Negra und können diesen dunkelgrün gefärbten Gebirgssee noch mit wenig Wolken genießen. Ab Mittag ziehen schon die ersten Wolken auf und ab Nachmittag kommt der Nebel. Wir schmausen unser Wegevesper und lauschen der unglaublichen Stille. Dann geht es die 3,5 km zurück.
Nun bemerken wir, dass bei Emma das Kühlwasser ausläuft. Andy parkt Emma auf eine Ebene und schaut nach der Ursache. Obwohl nun der vorhergesagte Nebel aufkommt und ich die Emma in 5m Abstand nicht mehr erkenne. Die Schlauchschellen sind locker und eine davon hat sich auch noch während der Reparatur gelöst. Nachdem alle wieder fest sind und auch dicht geworden sind verziehen wir uns ins Innere. Noch ist es in der Emma warm. Doch am nächsten morgen haben wir 15 Grad und aktivieren die Heizung. Doch diese funktioniert nicht. Vermutlich ist zu viel Luft im System. Wir möchten sofort herunterfahren, doch die Emma springt nicht an. 3 Versuche, kein Glück, ihr ist es einfach zu kalt und zu hoch.
Wir entscheiden uns für eine Wanderung zum kleinen Wasserfall. Vielleicht ist die Sonne kräftiger und wärmt den Motor mehr. Nach gut einer Stunde probieren wir es nochmals. Die Batterien sind schon zu sehr geschwächt. Was tun?
Ein Pickup mit zwei Venezolaner kommt an und der Fahrer kann uns helfen. Er hat einen Batterie-Lade Booster und schließt eine unserer Batterien an. Die zweite verbindet er mit seiner Starterbatterie und beim zweiten Versuch springt sie endlich schnaubend und rauchend an. Was für ein Glück! Tausend Dank an die Helfer.
Dieser Ort berührt die Seele und raubt den Atem, im wahrsten Sinne des Wortes und sorgt für Überraschungen.











Wir fahren sogleich los und natürlich schreit Emma nach Kühlmittel. Andy füllt nach und entlüftet auch die Heizung in der Wohnkabine. Das geschieht mindestens 3-4 Mal. Irgendwann ist die Luft wieder aus dem System und wir können wieder heizen, so hoffen wir.
Wir fahren weiter in den Südosten und finden ein Plätzchen neben dem Fluss Rio Santa Domingo. Der Fluss lädt mit seiner Klarheit zum Abkühlen ein. Ein schönes ruhiges Plätzchen nur das Rauschen des Wassers im Ohr. Am Morgen wachen wir bei strömendem Regen auf. Nun ist der Fluss braun und reißend und der Wasserpegel ist ordentlich gestiegen. Doch es soll in der Nacht wieder regnen und darum stellen wir uns lieber weiter entfernt vom Fluss in sicherem Abstand. Wir hoffen, dass die Straße nicht zu laut wird.



Mitten im Herzen der Llanos
Stellt euch vor: Nur wenige Meter von eurem Camper entfernt räkeln sich die Kaimane am Flussufer, während Wasserschweine (Capybaras) entspannt grasen. Wir fühlen uns herzlich Willkommen im Hato el Cedral, der wohl spektakulärsten Wild Farm Venezuelas im Herzen der Llanos (flache Savanne). Diese Landschaft ist geprägt von extremen Jahreszeiten- Überschwemmungen in der Regenzeit und Trockenheit.
Das Hato liegt im Bundesstaat Apure. Früher war es nur eine Rinderfarm, heute verbindet es nachhaltige Landwirtschaft mit Ökotourismus. Das macht unseren Besuch so besonders – wir bewegen uns in einer Landschaft, die sowohl wirtschaftlich genutzt als auch konsequent geschützt wird.
Schon bei der ersten Fahrt am Nachmittag im offenen LKW erleben wir die Weite der Savanne. Das Gras wiegt sich im Wind, kleine Wasserläufe durchziehen das Land, und überall entdecken wir Tiere, reichlich Tiere wie in einem Zoo.
Wir sehen Capybaras, die sich durch das Wasser schieben und sich am Grün genüsslich speisen, während sich Kaimane reglos im Wasser treiben lassen. Plötzlich bleibt unser LKW stehen – in einiger Entfernung bewegt sich etwas durchs hohe Gras. Wir beobachten einen Ameisenbär, der sich einen Schlafplatz sucht. Dann ist er weg. Wir streifen durch das hohe Gras und suchen ihn. Andy findet ihn tatschlich in einer Graskuhle, mit seinem buschigen Schwanz deckt er sich zu. Vermutlich riecht er uns und streckt seine Nase in die Höhe. Dann steht er auf und sucht sich einen anderen Schlafplatz. Endlich haben wir einen Ameisenbär gesehen. Sehr beeindruckend!
Wir entdecken an den Wasserlöchern rote und schwarze Ibisse, Löffler, Reiher und Greifvögel kreisen um unsere Köpfe. Die Llanos gelten als eines der artenreichsten Feuchtgebiete Südamerikas, und wir verstehen schnell warum: Hinter jeder Kurve wartet eine neue Szene.
Plötzlich, mitten auf unserem Weg schlängelt eine Anakonda. Die Freude ist groß und Rafael, unser Guide hält sie am Schwanz, damit sie nicht gleich wieder verschwindet. Er ruft mich und gibt mir den Schwanz der Würgeschlange in die Hand. „Es passiert nichts“, verspricht er mir. Klick, klick, klick ein paar Fotos und wir lassen sie weiterziehen. Ein Waschbär und einen gut getarnten Potoo (Riesentagschläfer) entdecken wir auch, letzteres ist ein nachtaktiver Vogel, der in Mittel – und Südamerika heimisch ist und sich tagsüber durch seine Tarnung perfekt an Äste anpasst, um zu schlafen.
Auf dem Wasser mit dem Boot lassen sich sogar noch Flussdelfine blicken, jede Menge Vogelschwärme ziehen zu ihrem Schlafplatz und wir genießen dabei den Sonnenuntergang.
























Adios schönes Hato el Cedral.
Ein Ort der Tradition und Nachhaltigkeit
Willkommen auf der familiär betriebenen Rinderfarm Hato de la Miel, einem einzigartigen Ort, der tief in der Tradition verwurzelt ist und gleichzeitig den Weg in die Zukunft geht. Wir werden von den Mitbesitzern der Farm, Pedro und Maribel, herzlich empfangen mit den Worten, wir können bleiben solange wir möchten. Zudem bekommen wir sogleich eine köstliche Suppe aufgetischt und anschließend wird uns die Arbeit auf der Farm gezeigt. Auf diesem familiären Betrieb wird generationsübergreifendes Wissen und moderne nachhaltige Landwirtschaft verbunden. Hier in der weitläufigen Landschaft von sanften Hügeln und üppigen Weiden geprägt widmet sich die Familie der Aufzucht von Rindern. Alles begann vor mehreren Jahrzehnten, als die Großeltern der heutigen Betreiber (es sind mittlerweile 100 Familienangehörige die in einer Gemeinschaft den Betrieb führen) die Farm gründeten und sie mit viel Hingabe und Arbeit aufbauten. Ihre Vision war es, eine Rinderzucht zu führen, die nicht nur auf profitables Wirtschaften abzielt, sondern auch das Wohl der Tiere und die Erhaltung der Umwelt in den Mittelpunkt stellt. Heute wird der Betrieb von der nächsten Generation geführt, die das Erbe fortführt und dabei neue Akzente setzt.




Ein Leben in Freiheit
Die Rinder von Hato de la Miel genießen ein Leben in Freiheit. Auf den weitläufigen Weiden können sie sich frei bewegen und ihrem natürlichen Instinkt nachgehen. Die Haltung ist auf das Wohl der Tiere ausgerichtet. Das können wir bei den Impfungen und Vitaminspritzen verabreichen beobachten, sowie beim Säubern der Nabel von den Kälbern und beim Zusammentreiben auf dem Gelände um den Gesundheitszustand zu kontrollieren.

Die Farm setzt auf langsame Wachstumsweise der Rinder, die sich positiv auf die Qualität der des Fleisches auswirkt. 4000 Rinder befinden sich auf einer Fläche von 20 km Länge und 10 km Breite und werden von 7 Foundations betreut. Häuser mit Familien auf der Fläche verteilt um sich um einen Anteil der Rinder zu kümmern. Mit Maribel und dem Team dürfen wir auf dem Traktoranhänger über eine abenteuerlichen Strecke mitfahren und bei einer Impfung zusehen.
Mit Juan dem Neffen von Maribel fahren wir noch an einen Fluss und entdecken unterwegs nochmals eine Anakonda, größer als die in Cedral. Am letzten Abend werden zum Abschied Hamburger auf venezolanische Art zubereitet, sehr köstlich. Der Abschied fällt uns sehr schwer, diese Herzlichkeit, Gastfreundschaft und das Gemeinschaftsgefühl zu erleben, die Ruhe und der Frieden… unbezahlbar!!!
Zudem sind unsere Freunde family everywhere noch dazugekommen. Ein perfekter Ort für einen Abschied.



















Wir fahren weiter Richtung Grenze. Maribel hat uns noch zu Pancho in San Cristobal eingeladen, gegenüber von seinem Haus auf der Wiese können wir stehen. Gemeinsam verbringen wir noch eine schöne Zeit, schauen uns noch ein bisschen die Stadt an und lernen ihren Bruder kennen. Die zwei lieben Menschen sind uns schon sehr ans Herz gewachsen. Wir können nochmals Volltanken, was auf einer App erfragt werden kann. Nicht jede Tankstelle hat Diesel und nicht jede hat viel zu verkaufen. Dank Maribel finden wir eine, die gerade im Moment Diesel angeliefert bekommt.
Am darauffolgenden Tag stoßen noch family everywhere hinzu und ein weiterer Abschied nähert sich. Wir gehen gemeinsam Essen in einem Steakhaus und dann heißt es Abschied nehmen von Maribel und Pancho. Wir hoffen darauf uns irgendwann und irgendwo wieder zu sehen. Wer weiß, vielleicht zieht es uns nochmals nach Venezuela. Dieses unbekannte Land hat uns ganz besonders gut gefallen. Die Menschen sind voller Hoffnung, dass sich politisch nun etwas ändern wird.




Am nächsten Morgen fahren wir gemeinsam mit family everywhere an die Grenze. Nachdem wir alles geschafft haben, erst die Ausreise von Venezuela dann die Einreise nach Kolumbien heißt es ein allerletztes Mal Abschied nehmen. Ihre Reise geht nach Barichara, dort haben sie ein Haus für 3 Monate gemietet. Wir möchten in die andere Richtung ans karibische Meer. Aber wer weiß, die Welt ist bekanntlich klein, wir haben uns in 13 verschiedene Ländern getroffen, irgendwann und irgendwo werden wir uns im 14. Land wiedersehen.
Die Ausreise von Venezuela fällt uns allen schwer.



Fazit Venezuela: Ein Land voller Naturvielfalt und herzlicher Begegnungen
Bei unserem Rückblick auf dieses vielfältige Land sind uns die Abwechslung der Landschaften sowie die Intensität ihrer Ausstrahlung deutlich bewusst geworden. Ob die Tierwelt im Orinoco- Delta den Mangrovenwäldern und dem pulsierendem Ökosystem, bis zu Wüstenlandschaften in Coro. Überall nehmen wir etwas mit, genau wie auf den faszinierenden Strandabschnitten und Buchten, hier lassen wir unsere Seelen baumeln. Dann stehen wir auf 4700m Höhe und blicken auf den höchsten Berg Venezuelas Pico Boliviar mit seinen 4978m Höhe. Ein beeindruckender Moment. Anschließend zieht es uns in die größte Steppenlandschaft Venezuelas, ins Hato el Cedral. An dieser Stelle vielen Dank an Gabi und Frank für den Tipp.
Wir bekommen hautnahen Einblick in das Leben auf einer Rinderfarm, wo wir freundlichst empfangen werden. Das ist mit ein Hauptgrund, warum wir uns so wohl gefühlt haben. Denn mitten in all den Naturwundern begegnen wir den freundlichen, offenen und hilfsbereiten Venezolanern. Diese Begegnungen berühren uns jeden Tag neu und machen den Zauber dieses Landes komplett. Die Herzlichkeit der Menschen ist es, was uns noch lange im Herzen bleibt.
Ein bitterer Beigeschmack bleibt allerdings. Der überbordende Müll begleitet uns auch durch Venezuela und die Tatsache, dass Kinder Kinder bekommen.
Damit verabschieden wir uns auch von euch. Bleibt Zuversichtlich trotz all dem Wirbel und Umbruch. Bis zum nächsten Mal in Kolumbien.
